Hupe

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Hochton-Fanfare

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Das Hupe (auch Fanfare, Signalhorn, Horn oder Doppeltonhorn, wenn 2 Hupen mit unterschiedlicher Frequenz parallel verbaut sind) ist ein Erzeuger von Schallzeichen an Fahrzeugen im Straßen- und Schienenverkehr. [...] Nach § 55 der deutschen StVZO müssen alle Kraftfahrzeuge in Deutschland mit einer Einrichtung für Schallzeichen, der Hupe, ausgerüstet sein, um bei Gefahr und beim Überholen außerhalb geschlossener Ortschaften Warnzeichen abgeben zu können. (Quellenangabe)

Die Lautstärke der Hupe darf in 7 m Entfernung den Wert von 105 dB(A) nicht übersteigen. Zudem ist in Deutschland eine Folge von Klängen untersagt (außer bei Sondersignalen wie z. B. dem Martinshorn der Feuerwehr oder Polizei). (Quellenangabe)

Ausstattungs- und baujahrabhängig kommt ab Werk eine einfache Hupe (meist beim Transporter) oder ein aus 2 parallel geschalteten Hupen (Tiefton- und Hochtonfanfare) bestehende Doppeltonhorn (z.B. Caravelle, Multivan) zum Einsatz.


Funktion[Bearbeiten]

Im T4 kommen ab Werk die übliche Kfz-Hupen nach dem Prinzip des Wagnerschen Hammers zum Einsatz. Eine Stahlmembran übernimmt die Schallabstrahlung und ist gleichermaßen Bestandteil des mechanischen Resonators. Dessen Masse sowie die Rückstellkraft der federnden Elemente bestimmen die Grundfrequenz. Die Form und Materialeigenschaft der Stahlmembran sowie die innere Dämpfung und die Federkennlinie des Systems bestimmen das Spektrum an Oberwellen und somit den Klangcharakter. (Quellenangabe)

Unabhängig von der Ausführung (Einfach- oder Doppeltonhorn) wird die Hupe über eine eigene Sicherung (S13) direkt von Kl.15 (Zündungsplus) mit Spannung versorgt und durch den Schalter H (Signalhorn) im Lenkrad nach Masse geschaltet. Bei der Einfachhupe erfolgt dies direkt, beim Doppeltonhorn über das Relais J4 (Doppeltonhorn), das ein einfaches Arbeitskontaktrelais (Schließer) ist. Das Relais ist in den Steckplatz 11 der Relaisplatte eingesteckt. Ist nur eine Einfachhupe verbaut, befindet sich in dem Steckplatz lediglich eine Metallbrücke, die die Kontakte 2 und 4 des Steckplatzes verbindet.


Einbauort[Bearbeiten]

Die Hupe ist im rechten Radkasten (in Fahrrichtung) mehr oder weniger spritzwassergeschützt an einem Halter verbaut. Bei T4 ohne Zuheizer bzw. Wasserstandheizung kann sie ausstattungsabhängig als Einzelhorn auch links verbaut sein.

Einbauort Doppeltonhorn (hier: 2001er Multivan)


Ausbau/Ersatz[Bearbeiten]

Zum Ausbau müssen lediglich die Steckverbindungen abgezogen und die Hörner losgeschraubt werden.
Beim Ersatz der Hupe durch eine aus dem Zubehör ist darauf zu achten, dass viele Hupe einen anderen Anschluss erwarten; also nicht Masse- sondern Plus-geschaltet sind.


Teilenummern[Bearbeiten]

Teilenummer Bezeichnung Preis (2012)
6N0 951 101 H Signalhorn (einfach)
ersetzt 191 951 113 B und 6N0 951 101
ca. 35 Euro
N 011 008 40 Sechskantmutter
ersetzt N 011 008 30
ca. 35 Euro
3B0 951 221 Tiefton-Fanfare ca. 62 Euro
3B0 951 223 Hochton-Fanfare ca. 62 Euro
357 972 772 Kontaktgehäuse am Kabelbaum Frontscheinwerfer ca. 6,20 Euro
000 979 135 E Einzelleitung 1 qmm zu 357 972 772 ca. 1,90 Euro
357 972 782 Steckergehäuse zu Kabelbaum Frontscheinwerfer ca. 1,90 Euro
357 972 742... Einzelleitungsabdichtung
zu 357 972 772 & 357 972 782
(⌀=8.8mm l=7.8mm,...A=1,5mm² ...B=2,5mm² ...C=4mm², ...D=6mm²)
ca. 0,70 Euro
000 979 130 E Einzelleitung 1 qmm zu 357 972 782 ca. 3,50 Euro
357 951 772 Kontaktgehäuse für Hupenstecker ca. 4,90 Euro
357 972 743 Einzelleitungsabdichtung
zu 357 951 772
(⌀=10mm l=23mm)
ca. 0,70 Euro
000 979 107 E Einzelleitung 1 qmm zu 357 951 772 ca. 2,50 Euro


Schaltbild und Anschluss[Bearbeiten]

Die Hupe ist unabhängig von der Ausführung mit Kontakt 1 über eine Sicherung mit Kl.15 verbunden. Kontakt 2 wird über den Schalter H (Signalhorn) und ggf. das Relais J4 (Doppeltonhorn) nach Masse geschaltet. Bei T4 mit ESP wird das Signal zum Einschalten der Hupe über die Wickelfeder F138 übertragen.

Schaltbild Einfach-Horn
Schaltbild Zweifach-Horn
Schaltbild Zweifach-Horn mit ESP


Eigendiagnose, Prüfung und Störungen[Bearbeiten]

Eigendiagnose[Bearbeiten]

Die Hupe ist nicht diagnosefähig.


Prüfung[Bearbeiten]

Die Prüfung der Hupe erfolgt bei eingeschalteter Zündung durch Hupen ;-)


Störungen[Bearbeiten]

Grundsätzlich ist die Hupe selbst (zumindest bei neueren T4) wenig störanfällig. Problematisch ist jedoch die Steckverbindung, die bei Undichtigkeiten und in der Folge Feuchtigkeitseintritt zu Korrosion neigt. Dadurch fließt kein ausreichender Strom mehr in die Hupe und sie 'krächzt' nur noch, wenn sie überhaupt noch einen Ton von sich gibt. Dieses Problem läßt sich aber relativ einfach durch Abdichten der Steckverbindung beseitigen. Ein Umbau auf eine Schaltung nach Plus über ein zusätzliches Relais, wie man in einem T4-Forum lesen kann, geht am Problem vorbei, weil dies am Problem Steckverbindung grundsätzlich nichts ändert, und ist daher überflüssig.
Feuchtigkeit und Korrosion können zudem zu einem ständigen Auslösen der Sicherung für die Hupe (S13) führen, wenn dadurch ein Strompfad zwischen Befestigungsschraube und Hupenkontakten entsteht.



Ein weiteres Manko ist der Schleifkontakt am Lenkrad selbst. Dieser kann einen unsauberen Kontakt haben, durch Verschmutzung/Oxidation/etc., und sollte gegebenenfalls auch einmal überprüft werden.


Typische Auswirkungen einer Störung:

  • Hupe hupt nicht oder nicht mit angemessener Lautstärke
  • Auslösen der Sicherung S13 bei eingeschalteter Zündung


Typische Ursachen einer Störung:


Quellenangabe[Bearbeiten]