Lichtmaschine

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Die meisten Bilder für diesen Artikel wurden dankenswerterweise von Florian Schäffer und Kugler zur Verfügung gestellt.

120A-Lichtmaschine aus einem 2001er T4

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funktion

Die Lichtmaschine (Kurzform LiMa) ist der elektrische Generator ('Stromerzeuger'), der die elektrischen Geräte im Bordnetz mit elektrischer Energie versorgt und die Batterie(n) auflädt.

Die Lichtmaschine wandelt die vom Motor bereitgestellte mechanische Energie in elektrische Energie um, wobei die erforderliche mechanische Leistung ungefähr proportional zur abgegebenen elektrischen Leistung ist. Dabei ergeben sich Verluste aufgrund von Reibung in den Lagern, Wirbelstromverlusten, des elektrischen Widerstandes der Spulen sowie Verlusten im Gleichrichter. Der daraus resultierende Wirkungsgrad liegt bei modernen 'Standard-Lichtmaschinen' im Bereich von 50 bis 70%. Die LiMa 'entnimmt' dem Motor dann bis zu 3,5 kW (= ca. 5 PS).


[Bearbeiten] Mechanischer Antrieb

Bei allen T4 wird die Lichtmaschine vom laufenden Motor über einen Keil- oder Keilrippenriemen von der Kurbelwelle (Riemenscheibe bzw. Schwingungsdämpfer) angetrieben. Dazu besitzt die LiMa eine Riemenscheibe, deren Durchmesser (bezogen auf den der Antriebsscheibe) die Drehzahl bestimmt. Das Verhältnis zwischen Kurbelwellen- und Lichtmaschinendrehzahl liegt in der Größenordnung von 1:2 bis 1:3, was in etwa 12.000 bis 14.000 U/min bei hohen Motordrehzahlen bedeuten kann. Nicht zuletzt wegen dieser hohen Drehzahlen besitzt die Riemenscheibe der LiMa ggf. abhängig vom Motorisierung und Lichtmaschinenleistung einen Freilauf, damit sie nach dem Abstellen des Motors noch nachlaufen kann, was die Belastung für den Riementrieb reduziert.

Riementrieb mit Lichtmaschine (ACV)

Üblicherweise werden über den Riemen für die Lichtmaschine noch andere Nebenaggregate wie z.B. die Servopumpe oder der Klimakompressor angetrieben. Bei älteren T4 (in der Regel vor 1996) wird der Riemen zudem über die LiMa gespannt.


[Bearbeiten] Drehstromgenerator

Im T4 wurden ausschließlich Drehstrom-Lichtmaschinen (als Kompaktgenerator) verbaut. Bei diesen LiMas wird das Erregerfeld durch den Rotor erzeugt und induziert in den Spulen des Stators den dreiphasigen Drehstrom, der nach der Gleichrichtung zur Batterieladung verfügbar ist. Von Vorteil ist dabei, dass der Erregerstrom über zwei glatte Schleifringe zugeführt wird, die gegenüber dem Kollektor eines Gleichstromgenerators höhere Drehzahlen zulassen. Zudem ist der Erregerstrom erheblich kleiner als der Ausgangsstrom des Generators, was kleinere Abmessungen der nötigen Kohlebürsten und eine größere Lebensdauer erlaubt. Damit ist zum einen ein höheres Drehzahlniveau des Drehstromgenerators möglich, weshalb er schon bei Leerlaufdrehzahl des Motors nutzbare elektrische Leistung liefern kann. Zum anderen baut er wesentlich kleiner als eine Gleichstromlichtmaschine vergleichbarer Leistung. (Quellenangabe)

Der erzeugte dreiphasige Drehstrom wird durch Leistungs-Halbleiterdioden gleichgerichtet, die üblicherweise in den Generator integriert sind. Aktuelle Drehstromgeneratoren sind durch interne Hauptstromzenerdioden vor gefährlichen Überspannungen geschützt und damit für einen Betrieb ohne Batterie geeignet. Ältere Ausführungen ohne diesen Schutz mussten bei laufendem Motor stets mit der Fahrzeugbatterie verbunden sein, um Schäden an den Gleichrichterdioden zu verhindern. Da die maximale Sperrspannung der Gleichrichterdioden niedriger war als die Leerlaufspannung der Lichtmaschine, wurde die Fahrzeugbatterie als Last benötigt, um einen Durchschlag der Sperrschicht der Dioden und damit deren Zerstörung zu verhindern. Wichtig war eine sichere elektrische Verbindung zwischen der Lichtmaschine und der Batterie. Schon korrodierte Anschlüsse führten häufig zu Ausfällen von Gleichrichterdioden. (Quellenangabe)

Aufgrund des Funktionsprinzips ist die Ausgangsspannung der Lichtmaschine keine reine Gleichspannung. Vielmehr handelt es sich um eine leicht wellenförmige Spannung, wie das nachfolgende Bild zeigt. Aufgrund der hohen LiMa-Drehzahl und der damit hohen Frequenz der 'Wellen' sind diese aber völlig unkritisch.

Gleichgerichtete Spannung
(Quellenangabe)


[Bearbeiten] Regler

Bei Drehstrom-Lichtmaschinen wird das elektrisch erzeugte Erregerfeld des Lichtmaschinen-Rotors durch einen üblicherweise auf der der Antriebsseite entgegengesetzten Seite angebauten integrierten Schaltkreis, den elektronischen Laderegler, beeinflusst. Dieser bildet eine Einheit mit der Halterung der Kohlebürsten, die den Erregerstrom auf die Schleifringe des Rotors übertragen. (Quellenangabe)

Der Regler vergleicht die gleichgerichtete Ist-Spannung des Generators mit einer reglerinternen stabilen Referenzspannung und passt die Stärke des Erregerfeldes durch mehr oder weniger starken Stromfluss so an, dass die Ist-Spannung des Generators last- und drehzahlunabhängig konstant bleibt. Dabei wird nur die Generatorspannung geregelt; der Generatorstrom wird nicht durch den Regler begrenzt, sondern durch den konstruktionsbedingten Innenwiderstand der Statorspulen. (Quellenangabe)

Baujahrabhängig kamen unterschiedliche Regler zum Einsatz:

Regler einer LiMa mit 90A aus 1997
Regler einer LiMa mit 120A aus 2001


[Bearbeiten] Erregung und Ladekontrollleuchte

Bevor die LiMa Strom 'liefern' kann, muss ein Strom durch die Erregerwicklung (= Erregerstrom) fließen, der das für den Betrieb erforderliche Erregerfeld erzeugt. Dieser Strom muss aufgrund des Funktionsprinzips der Drehstromlichtmaschine grundsätzlich von außen zugeführt werden. Hierzu dient bei allen T4 die an Zündungsplus liegende Ladekontrollleuchte.
Theoretisch wird die Lichtmaschine im T4 nie Strom liefern können, wenn die Batterie völlig entladen ist oder aus einem anderen Grund (z.B. Kabelbruch D+ oder defekte Ladekontrollleuchte) kein Erregerstrom fliessen kann. Praktisch wird sie sich aber in vielen Fällen wegen des meist vorhandenen Restmagnetismus bei hinreichend hohen Drehzahlen (> 3.000 U/min) selbst erregen können (Selbsterregung). Steht das Erregerfeld erst einmal, wird kein Erregerstrom mehr benötigt.

Die Ladekontrollleuchte ist über den LiMa-Anschluss D+ in Reihe mit der Erregerwicklung geschaltet, die wiederum an Masse hängt. Wird die Zündung eingeschaltet, kann ein Strom in die Erregerwicklung fließen. Dies wird durch Aufleuchten der Kontrollleuchte angezeigt. Sobald das Erregerfeld steht, die LiMa Strom liefert und die LiMa an D+ eine Spannung im Bereich 12 bis 14,5 V liefert, muss die Kontrollleuchte erlöschen. Geschieht dies bei laufendem Motor nicht, kann man davon ausgehen, dass ein Problem mit der Lichtmaschine vorliegt.


[Bearbeiten] Elektrische Anschlüsse

Die Lichtmaschinen im T4 besitzen (in den Schaltplänen) folgende elektrische Anschlüsse:

  • bis MJ1998
  • ab MJ1999
    • L (Betriebszustand), für Anzeige (Ladekontrollleuchte) und Verbraucher (z.B. Trennrelais)
    • B+ (Batterie Plus), Ladeausgang Batterie (gesteckt oder geschraubt)
    • B- (Batterie Minus), in der Regel die Fahrzeugmasse über die Befestigung der Lichtmaschine
    • DFM (Auslastungsgrad), PWM-Signal. Bei T4 ohne Motorsteuergerät wird in Stromlaufplänen dieser Anschluss als Drehzahlsignal wie oben "W" genutzt.


Achtung:

  • L und DFM werden im Regler erzeugt. L ist daher nicht wie D+ bis MJ1998 zur Anhebung der Ladespannung durch externe Beeinflussung nutzbar.
  • L benötigt keinen Erregerstrom mehr und wird als reines Spannungssignal benutzt. Daher haben die dazu verbauten Kombiinstrumente scheinbar keinen Brückenwiderstand über der LED mehr. Eine ältere Lichtmaschine zusammen mit einem neuen Kombiinstrument kann sich dann nicht selbst erregen.
LiMa-Anschlüsse bis MJ1998
LiMa-Anschlüsse ab MJ1999 (DFM neben L)

Am bei den neueren LiMas (auch beim T4) vorhandenen Ausgang DFM steht ein pulsweitenmoduliertes Signal zur Verfügung, über der der Auslastungszustand der Lima ermittelt werden kann; z.B. in neueren Fahrzeugen für ein Lastmanagement. Im T4 wird in Stromlaufplänen dieser Ausgang jedoch nur bei den T4 ohne Motorsteuergerät für das Drehzahlsignal genutzt.

Die nachfolgenden Bilder stellen vereinfacht den Schaltplan einer Drehstromlichtmaschine der beiden o.a. Modelljahre dar. Bei älteren T4 kommt statt der LED und dem Parallelwiderstand, der einen ausreichenden Erregerstrom sicherstellen soll, eine Glühbirne zum Einsatz.

Schaltbild LiMa bis MJ1998
Schaltbild LiMa ab MJ1999

Aufgrund der hohen Ströme sind sämtliche Kontaktstellen hoch belastet. Schon geringe Korrosionserscheinungen können durch den erhöhten elektrischen Widerstand zu einer unzulässig hohen Erwärmung führen. In gleicher Weise trifft dies auf die Verbindungen von der Lichtmaschine zum Motorblock sowie von der Karosserie zur Fahrzeugbatterie zu.


[Bearbeiten] Abgabeleistung

Im T4 wurde abhängig von Motor und Ausstattungen (z.B. zusätzliche Gebläse oder Zweitbatterie) eine Vielzahl unterschiedlicher Lichtmaschinen verbaut. Die Nenn-Abgabeleistungen reichten von 60 bis 150 A bei ca. 14 V. Bei Sonderaufbauten wurden sogar 2 Lichtmaschinen verbaut.

Die Hersteller beziehen die Nennleistung bzw. den Nennstrom der Lichtmaschine in der Regel auf eine Drehzahl, die für die genannte Leistung mindestens anliegen muss. Als Richtwert gelten ca. 6.000 U/min. Die Lichtmaschine 'liefert' unterhalb dieser Nenndrehzahl zwar auch Strom, aber eben deutlich weniger. Als Beispiel seien die technischen Daten einer Bosch-Lichtmaschine genannt:

  • Leistung: 1,7 kW bei 6.000 U/min
  • Nennstrom: 70 A bei 1.800 U/min und 125 A bei 6.000 U/min

Im T4 kann die Lichtmaschine in der Regel bereits im Leerlauf eine nennenswerte Leistung erbringen, mit der die Batterie geladen werden kann, wenn nicht zuviele elektrische Verbraucher betrieben werden. In Reparaturleitfäden wird aber trotzdem bei der Überprüfung der Lichtmaschine zumindest kurzzeitig eine Motordrehzahl über 1.500 U/Min verlangt, um sicherzustellen, dass sich das Erregerfeld der LiMa vernünftig aufgebaut hat.


[Bearbeiten] Teilenummern und Austausch

Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher LiMa werden an dieser Stelle keine Teilenummern aufgeführt.
Im T4 wurden ausschließlich Lichtmaschinen von Bosch und Valeo verbaut. Diese kosten je nach Leistung und Ausführung zwischen 250 und 500 Euro; im Austausch ggf. weniger. Die bei allen LiMas als Ersatzteil erhältlichen Regler mit Kohlebürsten kosten zwischen 30 und 75 Euro. Für ältere Lichtmaschinen sind zudem Reparatursätze mit Lagern, Scheiben, Schrauben etc. erhältlich.

Zum Modelljahr 1999 wurden im T4 Kompaktgeneratoren mit geänderter Bauform und geänderten Klemmenbezeichnungen eingeführt. Die äußerlichen Unterscheidungsmerkmale sind:

  • geänderter Spannungsregler und damit eine geänderte Abdeckung
  • ovale, radial abgedichtete Steckeraufnahme für das 2-polige Steckergehäuse (bisher eckig)
  • geänderte Klemmenbezeichnungen (D+ -> L, W -> DFM)


Grundsätzlich kann jederzeit eine leistungsschwächere oder -stärkere LiMa eingebaut werden, wenn VW für das betroffene T4-Modell eine entsprechende LiMa im Programm hat. Ist das nicht der Fall, sollte für den Einzelfall geprüft werden, ob eine leistungsstärkere Lichtmaschine betrieben werden darf, weil es durchaus mechanische (Festigkeit Riementrieb) und/oder elektrische Probleme (Kabelquerschnitte) geben kann.

Der Lichtmaschine ist es weitestgehend egal, welche Kapazität die verbaute Batterie besitzt. Man kann also ohne Probleme trotz geringer LiMa-Leistung eine Batterie mit sehr hoher Kapazität einbauen. Da die LiMa die Spannung runter regelt, wenn der Maximalstrom erreicht wird, kann es nicht zu einer Überlastung der LiMa kommen. Allerdings wird es deutlich länger dauern, bis die stärkere Batterie richtig geladen ist. Gehen mit der Aufrüstung der Batterie der Einbau und die ständige Nutzung von größeren Verbrauchern (z.B. leistungsstarke Musikanlage) einher, kann die LiMa-Leistung u.U. nicht mehr ausreichen, die Batterie zu laden.


[Bearbeiten] Betrieb und Probleme

Grundsätzlich gibt es nur wenig Probleme mit der Lichtmaschine im T4. Da sie aber letztlich ein Verschleißteil ist, sind Defekte gerade bei hohen km-Leistungen vorprogrammiert. Dies sind allerdings in der Regel weniger mechanische, die es aber natürlich auch gibt (z.B. verschlissene Lager), als vielmehr elektrische Probleme: Verschleiß der Kohlebürsten. Dieses Problem lässt sich aber vergleichsweise kostengünstig durch den Einbau eines neuen Reglers beseitigen. Vor dem Kauf eines neuen Reglers sollte man aber einen Blick auf die Schleifringe für die Erregerspule werfen. Wenn die - wie in den nachfolgenden Bildern von Urs137 - schon zu stark von den Kohlebürsten des Reglers angegriffen sind, hilft ein neuer Regler nicht wirklich weiter.

Schleifringe nach gut 230.000 km bei einem 1994er T4
Abrieb im Reglergehäuse

Da Störungen der Lichtmaschine auch erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer der Batterie(n) (Über-/Tiefentladung) haben können, sollte deren Beseitigung nicht aufgeschoben werden. Und da nicht alle Störungen sofort erkennbar sind (z.B. über die Ladekontrollleuchte oder eine MFA-Warnung "Generator Werkstatt"), empfiehlt es sich, regelmäßig die Ladespannung der LiMa zu kontrollieren, die im Bereich von ungefähr 13,8 bis 14,5 V liegen sollte; siehe auch Batteriespannungen.


Typische Auswirkungen einer Störung:

  • Ladekontrollleuchte leuchtet nicht bei Zündung ein
  • Ladekontrollleuchte erlischt nicht bei laufendem Motor oder flackert
  • zu niedrige oder zu hohe Ladespannung
  • Anzeige "Generator Werkstatt" bei T4 ab ca. 2002


Typische Ursachen einer Störung:

[Bearbeiten] Arbeiten an der Lichtmaschine

[Bearbeiten] Ein-/Ausbau

[Bearbeiten] T4 mit Keilriemen

Hinweise:

  • Bei T4 mit Keilriemen (4- und 5-Zylindermotoren) ohne weiteren Nebenantrieb (z.B. für Klimaanlage oder 2. Lichtmaschine) wird der Keilriemen über die Lichtmaschine gespannt; es gibt keinen (weiteren) Riemenspanner.
  • Ist ein weiterer Nebenantrieb vorhanden, wird die Lichtmaschine nicht einstellbar, also an 2 vorgegebenen Punkten fixiert eingebaut. Der Keilriemen wird dann über einen zusätzlich verbauten Riemenspanner gespannt.
  • Es gibt motorabhängige Unterschiede beim Ein-/Ausbau. Das grundsätzliche Prinzip ist aber bei allen Motoren identisch.
  • Vor Arbeiten an der Elektrik sollte grundsätzlich die Batterie abgeklemmt werden.
  • Insbesondere bei älteren T4 sollte der Motor nicht angelassen werden, solange die Lichtmaschine elektrisch nicht vollständig mit dem Bordnetz verbunden ist. Sie könnte beschädigt werden.


Werkzeug:

  • Schraubenschlüssel/Einsatz für Sechskantschrauben/-muttern M6, M8 und M10
  • Drehmomentschlüssel für o.a. Einsätze von 20 bis 50 Nm
  • ggf. Schlüssel/Einsatz für Innensechskant M8
  • ggf. Drehmomentschlüssel für o.a. Einsatz bis 35 Nm


Arbeitsschritte:

  1. Batterie abklemmen.
  2. Elektrische Anschlüsse der Lichtmaschine trennen.
  3. T4 ohne weiteren Nebenantrieb
    1. Spannschraube/-mutter lösen und heraus drehen.
      Spannschraube lösen und heraus drehen
    2. Keilriemen abnehmen.
    3. Befestigungsschraube Lichtmaschine/Halter heraus drehen (Innensechskant M8: 35 Nm, Sechskant M8: 50 Nm).
      Befestigungsschraube heraus drehen
    4. Lichtmaschine entnehmen.
  4. T4 mit weiterem Nebenantrieb
    1. Keilriemen abnehmen.
    2. 2 Befestigungsschrauben Lichtmaschine/Halter heraus drehen (Sechskant M8, 25 Nm).
      2 Befestigungsschrauben heraus drehen
    3. Lichtmaschine entnehmen.


Wiederherstellung:

  • O.a. Arbeitsschritte in umgekehrter Reihenfolge.
  • Auf die korrekten Anzugsmoment achten.
  • Keilriemen spannen.


[Bearbeiten] T4 mit Keilrippenriemen

Hinweise:

  • Grundsätzlich wird die Lichtmaschine nicht einstellbar, also an 2 vorgegebenen Punkten fixiert eingebaut. Der Keilrippenriemen wird dann über einen Riemenspanner gespannt.
  • Lediglich bei T4 mit 4-Zylindermotor mit einer Lichtmaschine mit geringer Leistung (bis 90 A) ist zwischen Halter und Lichtmaschine eine Spannfeder verbaut, über die die Riemenspannung auf den korrekten Wert gebracht wird. Bei diesen T4 besitzt die Lichtmaschine für die untere Befestigungsschraube ein Langloch.
Federspanner
Befestigung über Langloch
  • Es gibt motorabhängige Unterschiede beim Ein-/Ausbau. Das grundsätzliche Prinzip ist aber bei allen Motoren identisch.
  • Vor Arbeiten an der Elektrik sollte grundsätzlich die Batterie abgeklemmt werden.
  • Insbesondere bei älteren T4 sollte der Motor nicht angelassen werden, solange die Lichtmaschine elektrisch nicht vollständig mit dem Bordnetz verbunden ist. Sie könnte beschädigt werden.


Werkzeug:

  • Schraubenschlüssel/Einsatz für SechskantschraubenM8 und M10
  • Drehmomentschlüssel für o.a. Einsatz von 25 bis 40 Nm


Arbeitsschritte:

  1. Batterie abklemmen.
  2. Elektrische Anschlüsse der Lichtmaschine trennen.
  3. T4 mit Spannfeder
    1. Untere Befestigungsschraube Lichtmaschine/Halter lösen und heraus drehen (Sechskant M8: 25-40 Nm).
    2. Keilriemen abnehmen. Auf Spannfeder achten.
    3. Obere Befestigungsschraube Lichtmaschine/Halter heraus drehen (Sechskant M8: 25-40 Nm).
      Befestigungsschrauben
  4. T4 ohne Spannfeder
    1. Keilriemen abnehmen.
    2. 2 Befestigungsschrauben Lichtmaschine/Halter heraus drehen (Sechskant M8, 25 Nm).
      2 Befestigungsschrauben heraus drehen
    3. Lichtmaschine entnehmen.


Wiederherstellung:

  • O.a. Arbeitsschritte in umgekehrter Reihenfolge.
  • Auf die korrekten Anzugsmoment achten.
  • Keilrippenriemen spannen (nur T4 mit Spannfeder).


[Bearbeiten] Tausch des Reglers

Hinweise:

  • Grundsätzlich ist hierfür der Ausbau der Lichtmaschine empfehlenswert bis erforderlich, weil motor- und ausstattungsabhängig kaum Arbeitsraum vorhanden ist. Zumindest beim Benziner (und Saugdiesel) im kurzen Vorderwagen (Kühler in Wartungsstellung) ist ausreichend Arbeitsraum vorhanden. Alle Schrauben und Muttern sind erreichbar.
  • Unbedingt auf eine sichere Befestigung der Kabelanschlüsse achten (u.a. Anzugsmoment der Leitungsbestigung(en)). Ansonsten bestehen die folgenden Gefahren:
    • Die Batterie wird nicht vollständig geladen, was zu einem Komplettausfall der Fahrzeugelektrik und in der Folge einem Liegenbleiben führen kann.
    • Brandgefahr auf Grund von Funkenbildung und/oder Überhitzung an den Anschlüssen.
    • Schäden an elektronischen Bauteilen durch Überspannungen.
  • Selbstsichernde Muttern (z.B. Befestigung der B+-Leitung) immer ersetzen.
  • Die Kohlebürsten sollten bei allen T4-LiMas ab Werk 12 mm lang sein. Die Verschleißgrenze liegt bei 5 mm, wobei sich die Länge beider Kohlen nicht um mehr als 1 mm unterscheiden soll.

Werkzeug:

  • Kreuzschlitzschraubenzieher
  • Schraubenschlüssel/Einsatz für Sechskantschrauben/-muttern M4 bis M8 (je nach Lichtmaschine)
  • Drehmomentschlüssel für o.a. Einsätze bis 15 Nm

Arbeitsschritte:

  1. LiMa ausbauen.
  2. Steckverbindungen und Leitungsverschraubungen lösen.
  3. Lichtmaschine bis MJ1999
    (Alle Bilder bis auf das 1. Bild: Kugler, Artikel im T4Forum)
    1. 3 Befestigungsschrauben für die Schutzkappe herausschrauben und Kappe abnehmen; die Mutter rechts im Bild wird beim Losschrauben der B+-Leitung entfernt.
      Befestigungsschrauben für Schutzkappe
      Gerade bei älteren LiMas sollte man versuchen, die Befestigungsschrauben zunächst mit wenig Kraft zu lösen. Sie sind zwar 'nur' in Plastikhalter eingedreht. Wendet man zuviel Kraft an, können sie aber ev. brechen. Daher kann es sinnvoll sein, die Schrauben vorher leicht mit Rostlöser zu behandeln.
      Rostspuren bei einer gebrauchten LiMa
    2. 2 Befestigungsschrauben des Reglers herausschrauben.
      Befestigungsschrauben des Reglers
      Lösen mit Kreuzschlitzschraubenzieher
    3. Regler entnehmen.
      Ausgebauter Regler
      Im Bild kann man sehr gut die verschlissenen Kohlen sehen, die der Grund für den Ausfall der LiMa waren.
  4. Lichtmaschine ab MJ2000
    1. 2 Befestigungsmuttern und ein Befestigungsschraube für die Schutzkappe abschrauben und Kappe abnehmen.
      Befestigung der Schutzkappe
      Abgenommene Schutzkappe
    2. 3 Befestigungsschrauben des Reglers herausdrehen und Regler entnehmen. Das Bild zeigt die Lage der Schrauben bei noch eingebauter Schutzkappe.
      Befestigungsschrauben des Reglers
      Ausgebauter Regler


Wiederherstellung:

  • O.a. Arbeitsschritte in umgekehrter Reihenfolge.
  • Dabei auf die korrekten Anzugsmomente achten:
    • B+-Leitung (M8): 15 Nm
    • D+-Leitung: 3,2 Nm

[Bearbeiten] Tausch der Schleifringe

Zumindest bei den älteren Lichtmaschinen lassen sich zudem die Schleifringe wechseln. Diese Schleifringe (16 mm) sind im Ersatzteilhandel erhältlich und kosten um die 15 Euro. Das nachfolgende Bild zeigt das passende Ersatzteil (Quelle: autokohlen.de, Bestellnummer SLR 277173):

Ersatz-Schleifringe von autokohlen.de

Nachfolgend wird von Schraubi beschrieben, was zu tun ist. Die Lichtmaschine muss dazu bereits teilzerlegt sein; siehe unten.

  1. Die Drähte der Läuferspule einfach mit einem scharfen Messer oder Schraubenzieher von den beiden Blechen "abdrücken". Sie sind nur minimal "gepunktet".
    Drähte abtrennen
  2. Dann mit einer Rohrzange den inneren Laufring packen und drehen. Dabei brechen die Plastikstege in den Nuten ab und die Ringe lassen sich einfach abziehen. Der Rest des Plastikkörpers läßt sich nun einfach herunter schieben. Das Ganze sollte jetzt wie auf dem Bild aussehen.
    Schleifringe entfernt
  3. Die neuen Schleifringe einfach auf die Welle stecken - wichtig ist auf die Nase und die passende Aussparung zu achten (siehe roter Rahmen).
    Montierte Schleifringe
  4. Das Plastikteil kann jetzt mit einem Holz- Kunststoffhammer vorsichtig aufgeschlagen werden. Dabei die Drähte in die Nuten führen - geht fast von selber.
  5. Nun die Drähte abwinkeln und in die vorhandenen Löcher stecken und verlöten.


[Bearbeiten] Komplettüberholung

Die Informationen und Bilder für diese Anleitung wurden von Eric Dzubehor zur Verfügung gestellt (Original in Englisch).

Hinweise:

  • Es kommen 2 unterschiedliche Lager zum Einsatz:
    Lagertypen
    • Reglerseitig: 6203 RS oder 6203 2RS (17 mm x 40 mm x 12 mm)
    • Riemenscheibenseitig: 6303 RS oder 6303 2RS (17 mm x 47 mm x 14 mm)
  • Wenn man die Wahl hat sollte man immer die 2RS-Lager verwenden, da diese doppelt abgedichtet sind und damit weniger empfindlich gegen Schmutz und Wasser.
  • Das reglerseitige Lager sitzt in einer Fettbuchse, die im Oberteil der Lichtmaschine eingesetzt ist. Diese Fettbuchse sollte grundsätzlich ersetzt werden, wenn das Lager getauscht wird.


Werkzeug:

  • diverse Schraubenzieher
  • Ringschlüssel/Einsatz für Sechskantmutter M16
  • Drehmomentschlüssel für o.a. Einsatz bis 65 Nm
  • Abzieher für Kugellager


Arbeitsschritte:

  1. Lichtmaschine ausbauen.
  2. Schutzkappe abbauen. Dazu 3 Kreuzschlitzschrauben herausdrehen, Befestigungsclips lösen und Kappe abziehen.
    Deckel abbauen
  3. Regler ausbauen (siehe auch oben).
    Regler ausbauen
  4. Regler und sämtliche Reglerkontakte (inkl. Kommutator) reinigen; ggf. mit feinem Schleifpapier (z.B. 600er).
  5. LiMa-Gehäuse zerlegen:
    1. 4 Kreuzschlitz-/Sechskantschrauben herausdrehen.
      Gehäuseschrauben herausdrehen
    2. Gehäusehälften z.B. mit einem Schraubenzieher vorsichtig auseinander hebeln.
      Gehäusehälften trennen
      Gehäuse zerlegt
  6. Lager auf der Reglerseite abziehen und ersetzen (siehe Hinweise).
    Reglerseitiges Lager
    Vor dem Einsetzen des neuen Lagers dieses mit synthetischem Fett füllen. Ansonsten verschleißt es sehr schnell.
    Das Lager sitzt in einer Fettbuchse,
    Fettbuchse des reglerseitigen Lagers
    die im Oberteil der Lichtmaschine eingesetzt ist.
    Fettbuchsenaufnahme im oberen LiMa-Gehäuse
  7. Riemenscheibe abbauen. Dazu die Welle mit einem Innensechskantschlüssel gegenhalten und die Befestigungsschraube mit einem Ringschlüssel abschrauben.
    Riemenscheibe abbauen
  8. 4 Befestigungsschrauben des Läufers am LiMa-Gehäuse herausdrehen.
    Befestigungsschrauben Läufer
    Befestigungsschrauben entfernt
    Dann den Läufer mit Lager entnehmen.
    Entnommener Läufer
  9. Lager abziehen und ersetzen.
    Detailaufnahme des Lagers Riemenseite
    Lager abgezogen
    Beim Zusammenbau auf die korrekte Einbaureihenfolge achten (von links nach rechts): Lagerhalteplatte - Lager - Zwischenring.
    Einbaureihenfolge riemenseitiges Lager


Wiederherstellung:

  • O.a. Arbeitsschritte in umgekehrter Reihenfolge.
  • Auf das korrekte Anzugsmoment der Schraube für die Riemenscheibe achten: 65 Nm

[Bearbeiten] Einbau des Freilaufes - 120A Lichtmaschine

Die 120A Lichtmaschine, die oft bei den 111kW-Motorvarianten verbaut wurde, verfügt über keinen Freilauf. Diese fehlende Funktionalität wird auch als Verursacher für die Flachriemenproblematik beim AXG / AHY vermutet.

Freilauf, ca. 40mm breit
Freilauf, die Innenverzahnung ist gut sichtbar

[Bearbeiten] Spezialwerkzeug für die Montage des Freilaufes

zweiteiliges Montagewerkzeug, Gesamtlänge ca. 65mm
Werkzeug zusammengesteckt
Werkzeug in der Montageposition, ca. 35mm Aufbau

[Bearbeiten] Montage des Freilaufes

IN ARBEIT


[Bearbeiten] Quellenangabe

Artikel Lichtmaschine. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Februar 2007, 20:38 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lichtmaschine&oldid=28385863

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